Geschichte
der Festung Dresden

Historischer Blick auf die Festung Dresden
Historischer Blick auf die Festung Dresden

Die Bauten des heutigen Museums »Festung Dresden« sind Teil einer Bastion. Dresden erhielt als eine der ersten deutschen Städte solch einen Befestigungstyp. Der junge Herzog Moritz ließ sie zwischen 1545 und 1555 nach norditalienischem Vorbild errichten. Sie war eine Antwort auf die Entwicklungen im Bereich Geschütze und Waffen und schützte seine Residenz auf modernste Weise gegen Artilleriebeschuss: Die breiten Wälle sollten die Kanonenkugeln der Belagerer abfangen und dienten als Stellplatz für Verteidigungsgeschütze. Die pfeilförmigen Bastionen, die aus den Wällen hervorragten, sicherten Schussfreiheit in jeden Winkel. 

Die Festungsgeschichte der Brühlschen Terrasse

Historische Ansicht der Brühlschen Terrasse in Dresden
Historische Ansicht der Brühlschen Terrasse

Durch den Bau des hohen Zeughauses für Waffen und militärische Ausrüstungen in Dresdens Nordosten und die Schlosserweiterung im Nordwesten mussten die Elbbastionen bereits in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vergrößert werden. Zunächst hieß die Bastion wegen einer Justitis-Figur auf dem Gelände »Jungfernbastion« bis sie 1721 von August dem Starken in »Venusbastion« umbenannt wurde. Als Graf Brühl um 1740 die Wehranlage erwarb, legte er den heutigen »Brühlschen Garten« an. Aus dem Zeughaus wurden das Albertinum und die Wehrwälle zur Brühlschen Terrasse. Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon trug man alle Befestigungswerke rings um Dresden ab, der alte Elbwall blieb als Hochwasserschutz erhalten. 

Die Venusbastion heute

Belvedere auf der Brühlschen Terasse Dresden
Das Belvedere oberhalb der Festungsmauern – Historische Ansicht

Brühl hatte für die Umgestaltung der Festungswerke die Gewölbe mit Erde zuschütten lassen. Auf diese Weise konserviert, blieben ein altes Stadttor mit Festungsbrücke und die Räume für die Wachmannschaften einschließlich Wasserklosetts, Wasserstellen und Treppen komplett erhalten.

In den 1990er Jahren legten die Mitglieder des Dresdner Vereins Brühlsche Terrasse e. V. die Anlage wieder frei. Heute zeigt das Museum »Festung Dresden« die originalen Mauern der Bastion mit ihren beiden dreigeschossigen Flankenhöfen, allen zugehörigen Gewölben und Nutzungsspuren ‒ einschließlich der Hochwassermarken aus 450 Jahren. Die Bastionsspitze bietet eine traumhafte Aussicht, weshalb schon die Kurfürsten ein ursprünglich geplantes Verteidigungsgebäude als Belvedere erbauen ließen. Doch dieses Gebäude, mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut, fiel letztlich 1945 den Bomben zum Opfer.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Festung in unserer Zeittafel.

Kontakt

Festung Dresden

Georg-Treu-Platz 1 | 01067 Dresden

Zur Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinützige GmbH gehörend

+49 (0) 351 4383703-20
festung.dresden@schloesserland-sachsen.de