Geschichte des Dresdner Stallhofs

1565 - 1567
Bau des Kanzleihauses durch Hans Irmisch, Fresken von Benedetto da Tola

1586 - 1588
Paul Buchner legt vor der Südostecke des Schlosses eine Rennbahn an.

1586 - 1591
Bau des gesamten Komplexes unter Leitung von Buchner und Irmisch; Dreiflügelbau (zwei Geschosse), eingeschlossener Hof und je ein Wendelstein in den Hofecken; »Langer Gang« mit 22 zur Hofseite geöffneten Rundbogenarkaden, wohl entworfen von Giovanni Maria Nosseni; langer Saal für die Ahnengalerie der Wettiner, später die Gewehrgalerie (bis 1945); »Kurfürstlich Reissiger Stall« mit Stallhof an der alten äußeren Stadtmauer zur Unterbringung der Kutschen und Pferde im Erdgeschoss, der Rüstkammer und vornehmen Gäste im Obergeschoss; Sgraffiti von Heinrich Göding im Hof; zwei Bronzesäulen für das Ringelstechen nach Entwürfen von Nosseni, 1601 von Martin Hilger gegossen

1722 - 1725
Erster Umbau unter der Leitung des Architekten Johann Georg Maximilian von Fürstenhoff

1744 - 1746
Zweite Umgestaltung unter Johann Christoph Knöffel (Pferdeschwemme, Galeriegebäude); bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts Schauplatz höfischer Vergnügungen wie Turnieren, Ringelstechen, Hetzjagden, Fuchsprellen

1794 - 1857
Das Mengsische Museum wird beherbergt; weiterhin Stallnutzung

1872 - 1877
Letzter Umbau unter Carl Moritz Haenel; neuer Name: »Johanneum«; Bestände der Rüstkammer, der größten und bedeutendsten Waffensammlung Deutschlands, finden als Historisches Museum Aufstellung.

1935
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes

1945
Zerstörung während der Bombardierung Dresdens

Ab 1950
Wiederaufbau des Komplexes

1956
Eröffnung des Verkehrsmuseums im »Johanneum«

1972 - 1979
Umfassende Rekonstruktion des Ensembles

1993
Der Stallhof wird Teil des neu gegründeten Schlossbetriebes Schlösser und Gärten Dresden