Dresdner Stallhof

Blick auf den »Langen Gang« - Dresdner Stallhof (Foto: Frank Exß)Bildansicht vergrößern

Er steht ein wenig im Schatten der berühmten Dresdner Gebäude, der »Kurfürstliche Reissige Stall«. Und doch ist er eines der wenigen erhaltenen, zu ihrer Entstehungs- zeit bereits hoch gelobten Zeugnisse einer glanzvollen Renaissanceepoche in Dresden. 1591 unter Kurfürst Christian I. fertig gestellt, diente der Stallhof als Schauplatz für höfische Turniere, Hetzjagden und das Ringelstechen. Zwei von Giovanni Maria Nosseni entworfene Bronzesäulen erinnern an diese ritterliche Geschicklichkeitsübung, bei der mit einer Lanze nach einem herabhängenden Ring gestochen wurde.

Es ist ein unerwartet weiter Anblick, der sich dem Besucher zwischen Johanneum, Langem Gang, Georgenbau und Kanzleihaus bietet. Repräsentant des reifen Renaissancestils süddeutscher Prägung ist zweifellos die Arkadengalerie toskanischer Ordnung des Langen Gangs, geschmückt mit Trophäen und Waffenreliefs. An der Außenseite des Langen Ganges befindet sich der 102 Meter lange Fürstenzug. Ursprünglich in Sgrafitto-Technik ausgeführt, besteht er heute aus 25.000 Kacheln aus Meissener Porzellan.

» Zur Geschichte des Dresdner Stallhofs